Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Ein unvergesslicher Valentinstag

Dienstag, 08. März 2011

Gemeinsam mit dem Vogelsberger Wochenboten haben das Lichtspielhaus und das Casino 2010 einem verliebten Paar einen unvergesslichen Valentinstag geschenkt. Alle drei Presseberichte dazu finden Sie hier.

Vogelsberger Wochenbote 1

Vogelsberger Wochenbote 2

Vogelsberger Wochenbote 3

Roter Teppich für die Grande Dame des Kinos

Donnerstag, 26. August 2010

Der Lauterbacher Kinobetreiber Jürgen Ahlbrandt richtete seiner Alsfelder Kollegin Erika Kukla die Feier zum 70. Geburtstag aus - Übernahme im neuen Jahr

Roter Teppich für das Gruppenbild mit Damen

Roter Teppich für das Gruppenbild mit Damen

Als die Bilder laufen lernten, schuf der Mensch ein Paradies namens Kino; den Ort, wo Lachen und Weinen, Liebe und Hass ganz nah beieinander sind. Emotionen, Träume und Sehnsüchte spielen seit dem 5. Februar 1894, als in Manhattan die erste öffentliche Filmvorführung stattfand, auf Leinwänden die Hauptrollen. In Lauterbach und Alsfeld entstanden Mitte der 30-er Jahre auch „Filmpaläste“, wo internationale Diven und Filmhelden auf der Projektionswand gastierten und den Alltag sprengten. In beiden Städten würde ohne die Kinos ein Stück paradiesische Atmosphäre fehlen. Darüber waren sich die 40 geladenen Gäste des Lauterbacher „Lichtspielhaus“ einig - alles Menschen aus der Branche mit viel Sachverstand. Grund der Zusammenkunft: Der Lauterbacher Kinobesitzer Jürgen Ahlbrandt richtete seiner Kollegin Erika Kukla eine Feier zum 70. Geburtstag aus. Er wird das Alsfelder Kinocenter übernehmen.

Herzlicher Empfang am Lichtspielhaus

Herzlicher Empfang am Lichtspielhaus

Mit einem Oldtimerbus wurden Kinochefin und Mitarbeiter in Alsfeld abgeholt. Erstmals in der langen Amtszeit der Kino-Betreiberin, außer Heiligabend, war das Kino geschlossen. Es gab aber einen weiteren Grund zur Zusammenkunft: Ahlbrandts Bekanntgabe, dass er in Alsfeld zum Jahresende die Kinogeschäfte übernehmen wird (die OZ berichtete). Für Erika Kukla, die im Alter von 44 Jahren ins Kinogeschäft einstieg und sich jetzt zurückziehen möchte, sowie für einige Filmverleiher ist der Lauterbacher Unternehmer ein Wunschkandidat und allererste Wahl zur Übernahme. Mitbewerber gab es einige, aber viele wollten die 18 Mitarbeiter nicht übernehmen. Nicht mit Erika Kukla: „Ohne Euch hätte ich kein Kino machen können“, sagte sie dankbar und freute sich, dass die Belegschaft ihr Aufgabengebiet auch unter der neuen Regie, behält.

„Ein funktionierendes System sollte man pflegen“, fügt der zukünftige Betreiber hinzu, der die Arbeitsweise der Grande Dame der Cineastenszene aus der Nachbarstadt sehr schätzt. Schon länger regelte Freundschaft und gegenseitige Unterstützung die Beziehung, die gut passt.

Alsfelder Kinobesucher verknüpfen den Namen Erika Kukla mit den neusten Filmhits, und der Name Jürgen Ahlbrandt steht mittlerweile für Mut zur Veränderung sowie das gewisse Etwas in Sachen Filmschmankerln. „In ihm habe ich einen Meister entdeckt und gefunden“, lautet das Urteil über den Kinomann, der hinter jedem großen, roten Vorhang eine Leinwand erwartet. „Kino macht man eben ganz oder gar nicht“, kamen schmunzelnde Erklärungsversuche für seine „Besessenheit“, und da laut seiner Ansicht Kinomenschen Fanatiker sind, schenkte er Erika Kukla neben der Geburtstagsfeier eine Flasche Crémant aus dem Weinberg von Gérard Depardieu, dem französischen Schauspieler, dem Fanatismus zu Weltruhm verhalf und der Dritte im Bunde der bekennenden Idealisten ist.

Eine Flasche Crémant aus dem Weinberg von Gérard Depardieu

Eine Flasche Crémant aus dem Weinberg von Gérard Depardieu

Zur Feier des Tages und zur Einstimmung auf einen besonderen Abend wurden sinn- und humorvolle Kurzfilme gezeigt, bevor die Gesellschaft in das Restaurant „Casino 2010“ wechselte. Auf der Leinwand bestätigte sich der Filmtheater-Leitsatz: Große Emotionen haben nur in einem Kino - nicht in einem Wohnzimmer Platz. Aus großen Emotionen und vielen Filmen soll die gemeinsame Zukunft bestehen.

Sektempfang mit großen Gefühlen und kurzen Filmen

Augenweide: Sektempfang mit großen Gefühlen und kurzen Filmen

Durch den Zusammenschluss verändern sich die Verleihbedingungen zum Positiven. Das Angebot wird reichhaltiger, zeitnah und auch die Vorführmöglichkeiten in Lauterbach flexibler, zumal die Alsfelder Filmstätte aus drei Kinos besteht. Gute Zusammenarbeit und verbesserte Verleihbedingungen hat ein Teil der Verleiher bereits vor der Fusion signalisiert. „Es gilt, die Kinokultur an beiden Orten zu erhalten und zu verbessern“, lautet das erklärte Ziel des „Kinopaten“.

Aufmerksame Zuhörer nach dem Abendessen

Aufmerksame Zuhörer nach den Tafelfreuden im Casino

Das Ziel gibt zum Teil Antworten auf die Frage: Warum baut Jürgen Ahlbrandt ein Geschäft aus, das seit der Erfindung des Videorekorders mit dem Tode bedroht wird? Totgesagte leben lang, und selbst im Zeitalter der Digitalisierung, in dem Filme über Internetleitungen transportiert werden, glaubt er an den Fortbestand der Kinos auf dem Lande. Lediglich verschließen darf man sich Neuerungen nicht und Investitionen werden erforderlich. Verstärkt sollen die Bereiche Open-Air-Kino und Kinderkino in Angriff genommen werden. Technische Möglichkeiten dazu sind in Lauterbach bereits vorhanden.

Ohrenschmaus: Flexaton begeisterte mit einem großen Repertoire

Ohrenschmaus: Flexaton begeisterte mit einem großen Repertoire

Mit der bevorstehenden bundesweiten Digitalisierung der gesamten Kinobranche soll auch die Qualität gesteigert werden. Jürgen Ahlbrandt hat sich schon von Anfang an mit diesem Thema intensiv beschäftigt und diese Technik im Lichtspielhaus zum Einsatz gebracht. Auch sonst ist mit seinem vollen Einsatz zu rechnen. Warum er mit Leib und Seele Kino macht, was für eine Lebenseinstellung dahinter steht, beantwortet er mit dem Schluss-Satz von Heinz Rühmann in der „Feuerzangenbowle“: „Wahr sind nur die Erinnerungen, die wir in uns tragen, die Träume, die wir spinnen und die Sehnsüchte, die uns treiben… und damit wollen wir uns bescheiden!“ Die Zukunft der Vogelsberger Kinokultur bleibt spannend.

Von Gerhard Otterbein/Lauterbacher Anzeiger, Samstag 14. August 2010

Neue Zusammenarbeit mit dem LA und dem Vogelsberger Wochenboten

Donnerstag, 14. Mai 2009

Nach einer mehrwöchigen Abstinenz unseres Kinoprogramms im Lauterbacher Anzeiger sind wir ab dem 12. Mai wieder in der hiesigen Presse present.

Vorausgegangen war ein überaus konstruktives Gespräch in den Räumen des LA am vergangenen Montag. Alle Beteiligten waren sich darüber einig das eine gemeinsame Zusammenarbeit äußerst wichtig und wünschenswert sei.

Wir werden in den kommenden Monaten gemeinsam verschiedene Maßnahmen ergreifen um die Popularität unseres Kinos in Lauterbach zu steigern und den Service für unsere Besucher zu verbessern.

Als erste Maßnahme wurde eine kostenfreie Hotline eingerichtet die Sie unter folgender Nummer erreichen können.

Telefon: 0800 080 10 10

Später soll unter dieser Nummer ein automatischer Ansagebetrieb eingerichtet werden, der in dieser Art wohl einmalig in Deutschland sein dürfte. Näheres in Kürze auf diesen Seiten.

Zweitens ist das tägliche Kinoprogramm ab sofort wieder unter “Aktuelles” im Lauterbacher Anzeiger zu finden.

Drittens finden sie ab dieser Woche auf der ersten Seite des Vogelsberger Wochenboten unser komplettes Programm für die Kinowoche.

Weitere vielversprechende Aktionen sind in Planung.

Es ist ein gutes Gefühl wieder gemeinsam an einem Strang zu ziehen.

Wir bedanken uns bei dem Lauterbacher Anzeiger und seinen Mitarbeitern für ein tolles Gespräch, für ihr Verständnis und für ihre zukünftige Mithilfe.

Warum fehlt das Kinoprogramm in der Lauterbacher Zeitung?

Donnerstag, 19. März 2009

Meine Mitstreiter und ich kämpfen sehr engagiert für die Zukunft des Lichtspielhauses. Das gleiche Engagement erwarten wir von allen, die mit uns zusammen arbeiten. Um so mehr, als wir 1.000 € im Jahr für einen “Service” bezahlen müssen, der uns in der Nachbarstadt Fulda kosten- und fehlerfrei zuteil wird!

Leider gelingt es der örtlichen Tagespresse trotz vieler Versprechungen immer weniger unser aktuelles Kinoprogramm fehlerfrei abzudrucken.

Sicher, Fehler macht jeder, aber wenn sie sich ständig häufen und für viele unserer Besucher, gerade aus dem hohen Vogelsberg, zum Ärgernis werden, müssen wir notgedrungen andere Wege suchen um unser Programm zu publizieren. Ohnehin rufen viele Interessierte vorsorglich an weil sie den Informationen der Zeitung nicht mehr trauen.

Uns ist bewusst das unsere Besucher durch diesen Schritt in Zukunft auf eine wichtige Informationsquelle verzichten müssen. Aber, für den, der abends bei schlechtem Wetter viele Kilometer unterwegs ist um in Lauterbach in´s Kino zu gehen, ist ein falsch angekündigter Film auch kein Grund zur Freude. Wir werden uns etliches einfallen lassen um dieses Manko zu beheben.

Über die weitere Entwicklung und entsprechende Maßnahmen halten wir Sie auf dem laufenden.

1. Oktober 2005 / 10. Dezember 1936

Mittwoch, 01. Oktober 2008

1.10.2005

Zu diesem Datum habe ich genau vor drei Jahren das Lichtspielhaus Lauterbach übernommen. Sehr vieles hat sich seitdem getan, verändert und entwickelt - und noch mehr ist geplant… Viele unserer Besucher und Freunde interessieren sich für die Hintergründe. Um uns allen Gelegenheit zu geben miteinander in Kontakt zu treten haben wir diesen Blog ins Leben gerufen. Bitte nutzen Sie ihn, wann immer Sie etwas wissen wollen, gerne auch mal Ihre Meinung sagen möchten, eine Bitte an uns haben oder uns einfach mal was hinter die Ohren schreiben wollen…

So fing es an: Lauterbacher Anzeiger 10. Dezember 1936

So fing es an: Lauterbacher Anzeiger 10. Dezember 1936

10.12.1936

An diesem Datum wurde das Kino in Lauterbach eingeweiht. Gebaut wurde es von meinem Großvater Max Ahlbrandt und Konrad Georg, dem Vater meiner Patentante Erna Metzendorf, von der ich es übernommen habe. Geplant war das so nie - vielmehr habe ich mich innerhalb weniger Tage dazu entschlossen.

“Kino macht man nie alleine und nie nebenher!” Unser Filmspediteur, Herr Köhler, wusste von was er redete als er mir das mit auf den Weg gab. Das Kino hat mein gesamtes Leben umgekrempelt und nimmt heute den größten Teil meiner Zeit ein… und verlangt auch meinen Mitstreitern und Freunden einiges ab. Bei der Lektüre der Beiträge werden Sie mit Sicherheit einiges über die Welt des Lichtspielhauses und seine Umgebung erfahren. Jetzt kennen wir uns - machen wir was draus! j.a. (juergen ahlbrandt)